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Der wichtigste Job der Welt

"Die Elternschaft ist das letzte grosse Ressort der Amateure" 

- Alvin Toffler-

Damit muss jetzt Schluss sein, es braucht mehr Bildung für die Eltern für mehr Bindung zu den Kindern.

Eltern und Tochter

Susan Stiffelman schreibt in ihrem Buch (Kindererziehung im Jetzt), dass wir für jeden Beruf eine Ausbildung machen müssen. Den wichtigsten Job der Welt, nämlich ein Kind grosszuziehen, machen die Meisten allerdings, ohne je ein Buch gelesen oder einen Kurs besucht zu haben.

Stattdessen übernehmen viele einfach unreflektiert den Erziehungsstil der Eltern. Das wäre kein Problem, wenn sie von den Eltern bereits bindungs- und bedürfnisorientiert erzogen worden wären, wurden die Meisten jedoch nicht. Auf diese Weise schaden wir Kindern von Generation zu Generation, den Menschen, die wir am meisten lieben. Ein Wahnsinn oder?

In meiner ersten Ausbildung zur Industriekauffrau musste ich etliche Bücher lesen und wurde 3 Jahre lang in einem Betrieb ausgebildet, um danach Bürotätigkeiten selbstständig ausführen zu können.

Den grössten Schaden, den ich hätte anrichten können, wäre ein wirtschaftlicher Schaden gewesen. Ein Menschenleben wäre nie in Gefahr gewesen und dennoch wurde so viel Zeit in die Ausbildung investiert.  Eltern werden hingegen ohne Ausbildung auf ihre Kinder losgelassen.

Stattdessen werden Psychologen ausgebildet, um die Erziehungsfehler wieder ausbügeln zu können. Ein Psychologe studiert 5 Jahre und wird anschliessend noch ca. 4 weitere Jahre lang ausgebildet, um Fehler, die in der Erziehung gemacht werden, wieder in Ordnung bringen zu können.  Irre oder?

Ich selbst habe in meinem Psychologiestudium unzählige Bücher zu diesem Thema lesen müssen. Dabei bräuchten Eltern nur ein Buch zu lesen (Erziehen ohne Schimpfen von Nicola Schmidt) und den Kindern würde sehr viel erspart bleiben.

Ja, in der Erziehung können wir nämlich richtig viel Schaden anrichten. Wir können mit den falschen Worten und den falschen Taten unseren Kinder geradezu den Weg für Depressionen, Selbstmordgedanken, Drogen- oder Alkoholsucht ebnen (Johann Hari). Eltern, die ihre Liebe an Bedingungen knüpfen und mit Belohnung und Bestrafung erziehen, verlieren, was Kinder so dringend brauchen - die Bindung zu ihnen. Kinder benötigen die Sicherheit, dass sie von ihren Eltern geliebt werden, so wie sie sind und unabhängig davon, was sie tun. Anderenfalls beginnen Kinder damit, Teile an sich selbst abzulehnen und sich selbst zu bekämpfen. Diese bedingungslose Liebe suchen sie zudem ihr Leben lang. Viele versuchen sich mithilfe von Betäubungsmitteln, diese erfolglose Suche ein wenig erträglicher zu machen. Kinder, die sich nicht mit ihren Eltern verbinden konnten, verbinden sich stattdessen mit anderen Dingen, die sich gut anfühlt (Rauschmitteln, Macht, Geld oder dem Nachtleben).

Das scheint vielen Eltern immer noch nicht bewusst zu sein. Entweder die Eltern unterschätzen die Macht, die sie über ihre Kinder haben oder sie nutzen sie ohne nachzudenken aus.

 

Ein Zitat heisst so treffend:

"Aus grosser Macht folgt grosse Verantwortung".

Kinder orientieren sich voll und ganz an ihren Eltern, sie halten ihre Eltern für unfehlbar. Ihnen ist bewusst, dass sie ohne ihre Eltern nicht überleben können. Sie glauben und vertrauen ihnen. Eltern, die von Erziehung keine Ahnung haben, machen zwangsläufig Fehler und die Kinder geben sich selbst die Schuld dafür. 

So entstehen Erwachsene ohne Selbstwertgefühl

Ganz viele Erwachsene fühlen sich von ihren Eltern weder bedingungslos geliebt, noch verstanden. Das ist nicht normal, sondern ein Zeichen für eine Erziehung, die schief gelaufen ist.

Die Eltern dieser erwachsenen Kinder beteuern allerdings, dass sie sie lieben. 

Eine Liebe, die bei ihren Kindern jedoch nicht angekommen ist (Alfie Kohn). Wie traurig.

Was ist passiert? Autoritäre Erziehung (in der mittels Schimpfen, Strafen und Gewalt geführt wird) oder anti-autoritäre Erziehung (in der es keine Führung gibt) sind passiert. Dabei ist es für alle Beteiligten so viel einfacher, den goldenen Mittelweg zu gehen (die bindungs- und bedürfnisorientierte Erziehung). 

Wir dürfen den wichtigsten Job der Welt nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Unser Kind muss es uns wert sein, dass wir ein paar Stunden investieren und uns auf den neusten Stand bringen.

Es dauert z.B. gerade mal 8 Stunden das Buch "Erziehen ohne Schimpfen von Nicola Schmidt" zu lesen, dank dem wir schon ganz viele Fehler vermeiden können. Ich versuche euch zudem Zeit zu sparen und das Wichtigste auf diesen Seiten zusammengefasst zu präsentieren.

Wenn ihr euch auf anderen Seiten oder durch Bücher informiert, achtet bitte darauf, dass diese dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechen. Es sind leider immer noch viele Unwahrheiten im Umlauf, die uns Eltern und unseren Kindern mehr schaden als nützen.

Die Wissenschaft ist längst der Ansicht, dass die Meinung der Kinder angehört und berücksichtigt werden muss. Zudem brauchen Kinder die Führung durch einen Erwachsenen, diese Führung muss aber stets liebevoll sein, damit Kinder zu gesunden Erwachsenen heranwachsen können. 

Ebenso schreibt das Bürgerliche Gesetzbuch für Kindern seit dem Jahr 2001 eine gewaltfreie Erziehung vor.

Erziehungsratgeber, die Kinder nicht als gleichwertig betrachten, sind somit gesetzeswidrig. Diese dürft ihr getrost in den Müll werfen :)

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